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IGS Horhausen in der Öffentlichkeit

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Meilenstein in der Schulpolitik gesetzt

Von Sommer 2010 an ist das Abitur in Horhausen möglich

Vom Schuljahr 2010/2011 an können die Schüler in der Verbandsgemeinde Flammersfeld Abitur machen. Möglich wird dies an der IGS Horhausen, die erstmals eine gymnasiale Oberstufe einrichtet.

HORHAUSEN. Um nach 13 Schuljahren die allgemeine Hochschulreife zu erreichen, müssen die Schüler in der Verbandsgemeinde Flammersfeld nicht mehr weit fahren. Abitur ist vom Schuljahr 2010/2011 an direkt vor der Haustür, nämlich an der IGS in Horhausen, möglich. Damit wurde in der Region "ein Meilenstein in unserer Schulpolitik gesetzt", resümierte der Horhausener Ortsbürgermeister Rolf Schmidt-Markoski in einer kleinen Feier in der Mensa der Horhausener Schule.

"Mit der gymnasialen Oberstufe erfüllen wir einen lang gehegten Wunsch der Schule, der für die Region grenzübergreifende Bedeutung hat", sagte Landrat Michael Lieber für den Kreis Altenkirchen als Schulträger.

Jahrelang für die Errichtung einer Oberstufe gekämpft hatte der Flammersfelder Bürgermeister Josef Zolk ebenso wie parteiübergreifend alle lokalen Politiker. Zolk hofft, "dass die Eltern ihre Kinder nun konsequent dort anmelden werden". Der Verwaltungschef hatte immer wieder auf Studien hingewiesen, die belegen, dass im Vergleich zu städtischen Gebieten nur 50 Prozent der Schüler in der Region das Abitur anstreben.

Das Konzept der Schule sieht vor, "dass eine Förderung aller Schüler mit ihren Begabungen möglich ist", sagte Schulleiter Norbert Schmalen. "So wurden etwa bei der Wahl der möglichen Fächer, die als Leistungs- und Grundfächer angeboten werden, auch die Wünsche der Schüler berücksichtigt", sagte Johannes Grünhag, Lehrer und Leiter der Arbeitsgruppe, die sich um das Konzept der gymnasialen Oberstufe kümmerte. Die Fächer werden entsprechend den Regelungen der Mainzer Studienstufe (MSS) unterrichtet. "Wir bieten die Fächerschwerpunkte ,Gesellschaft und Wirtschaft", Natur und Umwelt" sowie ,Kultur und Kommunikation" an", erklärte die stellvertretende Schulleiterin Renate Lischewski. Als weitere Leistungsfächer sind Kunst und Sport möglich.

Eingerichtet werden konnte die Oberstufe, weil sich etliche Schüler dafür interessiert haben. In der Oberstufe werden unter anderem vorbereitende Maßnahmen für Beruf und Studium, fachbezogene Trainingsangebote sowie eine Mittagsversorgung angeboten.

Kathrin Stricker

RZ Neuwied vom Donnerstag, 14. Januar 2010, Seite 25.

meilensteinoberstufe

Begrüßen die neue Oberstufe (von links): Schulleiter Norbert Schmalen, Landrat Michael Lieber, Schülersprecherin Viktoria Pervov, Josef Zolk, Dr. Peter Enders, Renate Lischewski, Johannes Grünhag und Kreismitarbeiter Sebastian Blumberg.

Foto: Kathrin Stricker